Nach sieben Monaten mit Plastikschiene im Mund bekomme ich eine Brücke über die inzwischen verheilte Wunde in meinem Kiefer und kann auf absehbare Zeit vielleicht wieder einigermaßen normal essen.
Die MAV wird nicht mehr dicht und die Kieferhöhle dahinter hat sich entzündet. 90 Minuten Operation beim Kieferchirurgen.
Ein Tag, der mein Leben und meinen Biß stark verändert: Zahnarzt, Extraktion 26, mit dem Ergebnis einer MAV.
Ich kann's halt nicht lassen: Abschluß im Zertifikatslehrgang Projektmanager bei der IHK Coburg.
Um den Mobilfunksender ist es recht still geworden. Keine Demonstrationen mehr. Am Mast sind inzwischen einige Antennen montiert.
Nach ziemlich genau drei Jahren schließe ich die Ausbildung zum Technischen Betriebswirt bei der IHK Coburg erfolgreich ab.
Der Mobilfunksender soll nach den Feiertagen in Betrieb gehen. Wir möchten daher gerne wissen, wie die Belastungen ohne diesen Sender sind, um später mit Hilfe von Vergleichsmessungen festzustellen, was sich verändert hat. Das muß aber schnell gehen. Nachdem niemand aus der Nachbarschaft interessiert war, sich zu beteiligen, lassen wir auf eigene Faust und eigene Rechnung Messungen der Belastung durch elektromagnetische Strahlung vornehmen.
Wir haben unser Weihnachtsgeschenk schon vorab bekommen: Ein nagelneuer, 45m hoher Mobilfunk-Sendemast schaut nun auf uns herab. Wir sind begeistert. Der Mast steht keine 70m vom nächsten Wohnhaus auf einem Grundstück der FWO (Fernwasserversorgung Oberfranken).
Klar, jeder will telefonieren und niemand will auf die Möglichkeiten moderner Technik verzichten. Aber muß sowas wirklich sein? Es ist gefährlich und es gäbe andere technische Lösungen.
Es ist Sonntag. Die Sonne scheint. Wir nehmen am 13. November unseren Kaffee am Nachmittag auf unserer Terrasse. Meine Frau ändert den Plan für das Abendessen: Sie hat im Garten einen frischen Dill entdeckt. Es wird also Seelachs in Dillsauce geben. Das Leben kann sooooooo schön sein ...
Die Zaunanlage, die Pforte mit Briefkasten und das Tor kommen von der Firma Lothar Stelzner Metallbau * Design (Coburg). Alle Teile sind in Edelstahl ausgeführt.
Damit kann unser Eigenheim gemäß der usrprünglichen Planung von 1999 als fertiggestellt betrachtet werden.
Der Rohbau für unser Haus wurde 1999 erstellt durch die Firma Richard Triebner GmbH & Co KG (Neustadt b. Coburg). Triebner Bau hat auch die Erd- und jetzt die Pflasterarbeiten ausgeführt.
Davon haben wir solche Mengen, daß ich schon unter akuter Erdbeervergiftung leide.
Jetzt ziehe ich schon wieder einen Webserver groß. Na, wenn das mal keine Plage wird.
Unser Grundstück ist Naturschutzgebiet!
Die Entscheidung ist gefallen: Ich werde zukünftig eigene Server betreiben, damit ich unabhängiger werde. Das heißt vor allem: Mehr Arbeit. Jetzt muß ich mich um alles selber kümmern: Systemverwaltung unter Linux, Sicherungen, Ausfallstrategie uvm. Aber das ist gut. Da lernt man was.
Plötzliches Verschwinden von Firmen scheint symptomatisch für unsere Zeit zu sein. Der Provider, bei dem ich bisher mit meinem Webspace auf den Servern war, hat über Nacht zugemacht. In einer mehrere Tage andauernden, äußerst hektischen Aktion habe ich erst mal ein Provisorium neu aufgesetzt.
Nach einem Monat Tätigkeit als Unternehmer bin ich der Meinung, das mit der Schließung des Standorts (meiner ex-Firma) ist eigentlich kein so großes Unglück. Dort hätte ich mich weiter unter hohem Druck abstrampeln müssen. Jetzt muß ich zwar auch arbeiten, aber ich bin mein eigener Herr und treffe meine Entscheidungen selbst. Ich habe weniger Geld als vorher, bin aber irgendwie zufriedener und ausgeglichener.
Nach diversen Kleinaufträgen zeichnet sich ab, daß es ein oder zwei größere Kunden geben könnte. Deshalb steige ich jetzt voll in die Selbständigkeit ein.
Weit über dreißig Bewerbungen und gerade mal zwei Vorstellungsgespräche. Da fragt ich mich, bin ich zu teuer, zu alt oder zu dumm?
Habe die Schnauze voll. Nachdem ich mich die ganze Zeit schon mit so Webkram befaßt habe, melde ich ein Gewerbe an um das als Dienstleistung zu machen. Ertsmal nebenher, damit das ALG bleibt.
Habe heute die Prüfung zum CCNA erfolgreich abgelegt. Ob es was nützt, steht in den Sternen.
Meine Kündigungsfrist ist abgelaufen. Jetzt geht's zum Arbeitsamt, die Formalitäten abwickeln und ALG beantragen.
Nach vielen Jahren hektischer Betriebsamkeit ist das plötzliche Nichtstun, das Fehlen einer geregelten Tätigkeit, wie ein Schock, der einen lähmt.
Noch eine Betriebsversammlung. Einziger Zweck: Jeder bekommt seine Kündigung in die Hand gedrückt. Die Fristen beginnen also zu laufen.
So ziemlich auf den Tag genau nach zwölf Jahren Betriebszugehörigkeit werde ich nun zusammen mit den meisten Mitarbeitern freigestellt bis die Firma endgültig abgewickelt ist.
Zwölf Jahre hatte ich mir für diese Firma den A... aufgerissen, tags, nachts, am Wochendende und an Feiertagen, im Inland und im Ausland. Dann kam die Flaute, der Crash, die Kurzarbeit, ein ganzes Jahr lang. Im August hatte man uns dann zurückgeholt zur Arbeit, es schien sich zu normalisieren. Es war alles wieder wichtig, global, dringend, wie früher.
Doch als heute Morgen ein Vice President von Corning Inc. unter geradezu "konspirativen" Umständen ins Haus kam, dürfte es auch dem letzten Optimisten gedämmert haben.
Und da war es: Außerordentliche Betriebsversammlung. Nicht viele Worte, die Firma wird geschlossen, alle gefeuert.